Kein Monat im Jahr verführt so zum Meckern wie der Oktober. Hier gibt es mit den Nachbarn immer wieder Diskussionen: über die Blätter. Man könnte meinen, dass es nichts Natürlicheres wie Bäume und Blätter gibt. Ob in Anlage 1, wo der Eichenhang sich mittels Wind im Garten niederlegt, in Anlage 3, wo ungepflegte Anreinergrundstücke für belaubte Wege sorgen oder Anlage 2, in der ganz normal die Obstbäume ihr Laub abwerfen... In jedem Jahr höre ich: „Ach je, die ganzen Blätter. Das nervt so sehr“. Es ist als ob es jedes Jahr neu entdeckt würde.
Dabei wird nicht berücksichtigt, warum Laub so wertvoll für den Garten ist. Vom Rasen gesammelte Blätter bieten sich bspw. an, um sie im Beet zwischen den Stauden zu verteilen. Herbstzeit ist Mulchzeit. Es gibt nichts besseres als Laub dafür. Das Laub von Walnuss und Eichen kann vor allem unter allen Hecken, vor allem unter Hortensien verteilt werden. Sie fördern den dort benötigten sauren Boden, verrotten jedoch ob ihrer Gerbstoffe nur schwer. Besser ist es, diese Blätte mit dem Häcksler oder Rasenmäher vorab zu zerkleinern.
Und auch, wenn der Garten dann nicht ganz sauber in den Winter geht, wird hier empfohlen die Stauden keinesfalls vorm Winter zurück zu schnippeln. Rein optisch entgeht Euch dann mit dem ersten Frost der Anblick zauberhaft glitzernder Staudenflächen. Viele Stauden bleiben über den Winter stabil stehen und bieten nicht nur uns ein fantastisches Bild, sondern sie dienen auch einigen Tieren zum Überwintern. Ein Garten ohne Ordnungsputz ist ein tierfreundlicher Garten. Allen, die diesbezüglich nicht über ihren Schatten springen können (und auch nicht müssen) wird ans Herz gelegt, vielleicht mal eine einz-





